Saarland.de - Startseite
   Benutzerhinweise    Inhalt    Suche
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr
 

Neues Jobticket bringt Schwung in den ÖPNV

Pressemitteilung vom 30.01.2017 - 15:00 Uhr

Mit neuen Tarifbedingungen will Verkehrsministerin Anke Rehlinger neue Kunden für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gewinnen. Dafür wurden in den letzten Wochen die Konditionen für das Jobticket entschlackt und mit dem Jobticket-Plus eine neue Ticketvariante zum 1. März ins Leben gerufen. So sollen mehr Berufspendler zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegt werden. „Mein Ziel ist eine Verdopplung der Jobticket-Nutzer von derzeit 3.500 auf 7.000 in den nächsten zwei Jahren“, betonte die Verkehrsministerin bei der Vorstellung. Mit den neuen Tarifbedingungen werde man für die Jobticket-Kunden spürbare Verbesserungen bringen. Dies sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem kundenfreundlicheren, moderneren und effizienteren ÖPNV im Saarland.

Bisher konnten Unternehmen das Jobticket nur anbieten, wenn mindestens 20 Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter das Ticket nutzen wollten. Zusätzlich wurde erst über ein kompliziertes System ein Rabatt in Abhängigkeit von den gewonnenen Jobticket-Neukunden im Unternehmen gewährt. Das wird sich zum 1. März ändern. Ab dann können Unternehmen ihren Beschäftigten das Jobticket schon anbieten, wenn sich drei Nutzer im Unternehmen finden. Sie erhalten zudem einen Rabatt von mindestens 10 Prozent auf den Ticketpreis. Als Faustformel gilt: Steigt die Anzahl der Jobticket-Nutzer im Unternehmen, dann steigt auch der Rabatt. Rehlinger: „Gerade für kleine Unternehmen fallen damit hohe Hürden.

Viel mehr Beschäftigte können jetzt das Jobticket in Anspruch nehmen. Das entlastet unsere Innenstädte und lädt deutlich mehr Berufspendler ein, auf Bus und Bahn umzusteigen.“

Mit dem neuen Jobticket-Plus können Berufspendler sogar bis zu 40 Prozent des regulären Ticketpreises einsparen. Notwendig dafür ist ein finanzieller Eigenanteil des Arbeitgebers, der dann vom Verkehrsunternehmen mit der gleichen Summe verdoppelt wird: Steuert ein Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern beispielsweise 20 Prozent zum Jobticket-Plus dazu, dann zahlt das Verkehrsunternehmen ebenfalls 20 Prozent Nachlass. Dadurch reduzieren sich die Kosten beispielsweise für einen Berufspendler zwischen Türkismühle und Saarbrücken von 127 Euro auf rund 76 Euro im Monat. Verkehrsministerin Rehlinger: „Dadurch sinkt nicht nur der Ticketpreis enorm. In Zeiten des demografischen Wandels kann sich ein Unternehmen dann auch mit dem Jobticket-Plus bei der Gewinnung von Fachkräften hervortun.“

Mit der DHC Dr. Herterich & Consultants GmbHwurde bereits ein erster Neukunde für das Jobticket gefunden. Geschäftsführer Dr. Rudi Herterich führt als Grund für die Einführung des Jobtickets im Unternehmen an: „Als IT- Unternehmen im Herzen von Saarbrücken mit rund 80 Mitarbeitern spielt die Verkehrsanbindung eine wichtige Rolle. Öffentliche Verkehrsmittel sind für uns eine lebenswerte und wichtige Alternative zum Individualverkehr, um unsere Innenstadt zu entlasten. Daher begrüßen wir die Initiative der Wirtschaftsministerin sehr und beteiligen uns aktiv an diesem Vorhaben.“

Auch die Arbeitskammer des Saarlandes, die saarländische Verbraucherzentrale sowie die Industrie- und Handelskammer haben bereits angekündigt, bei ihren Mitgliedern und ihren Beschäftigten für das neue Jobticket zu werben.

Weitere Informationen zum Jobticket und dem Jobticket-Plus gibt es auf der Website www.saarVV.de oder unter der Hotline 0681 / 5003-400.